Tannhäuser Zusammenfassung in 10 Sätzen

Richard Wagners Oper Tannhäuser wurde 1845 in Dresden uraufgeführt. Lesen Sie eine kurze Zusammenfassung der Handlung – in zehn Sätzen.

  1. Tannhäuser wird es bei Venus langweilig; er verlässt den Venusberg und findet sich in einem Tal nahe der Wartburg wieder.
  2. Landgraf Hermann und seine Minnesänger treffen beim Jagen auf Tannhäuser und nehmen den vermissten Sänger erneut in ihren Kreis auf.
  3. Elisabeth freut sich über die Rückkehr Tannhäusers („Hallenarie“); beide besingen ihre Liebe.
  4. Der Sängerstreit beginnt; als Tannhäuser in der Hitze des Gefechts zugibt, dass er im Venusberg weilte, treffen ihn Fluch und Entrüstung.
  5. Schützend wirft sich Elisabeth vor Tannhäuser; der gelobt zerknirscht, Buße zu tun und nach Rom zu wallfahren.
  6. Der Papst verweigert dem Tannhäuser die Vergebung; Elisabeth erwartet den Tannhäuser vergeblich unter den von Rom zurückkehrenden Pilgern.
  7. Am Boden zerstört, bittet Elisabeth die Jungfrau Maria um ihren Tod.
  8. Tannhäuser erscheint; er berichtet Wolfram, was ihm in Rom widerfuhr („Romerzählung“) und sucht verzweifelt den Weg in den Venusberg.
  9. Als Wolfram Elisabeths Namen ruft, hält Tannhäuser wie von einem Blitz getroffen inne.
  10. Elisabeths offener Sarg wird in einem Trauerzug vorbeigetragen; Tannhäuser sinkt an der Leiche nieder und stirbt.

Was Sie über Richard Wagners romantische Oper nicht unbedingt wissen müssen, für den Small-Talk in der Pause aber nützlich ist:

  1. Der Tannhäuser ist Richard Wagners Schmerzenskind. Keine Oper änderte Wagner häufiger. Noch kurz vor seinem Tod äußerte Wagner seine Unzufriedenheit mit dem Werk. So ist es kein Wunder, dass drei Fassungen existieren: die Dresdner, die Pariser und die Wiener Fassung.
  2. Die Aufführung der Pariser Fassung fand 1861 auf Befehl Kaiser Napoleons III. statt. Sie führte zu einen der größten Opernskandale des 19. Jahrhunderts; ein Pfeifkonzert adeliger Opernfreunde führte fast zum Abbruch. Ein Grund hierfür war, dass das damals in Paris übliche Ballett nicht im 2. Akt, sondern schon im 1. Akt eingeschoben wurde.
  3. Im Tannhäuser lassen sich zwar eine ganze Reihe von Leitmotiven identifizieren, von einer Leitmotivtechnik zu sprechen, wie sie aus dem Ring des Nibelungen bekannt ist, ist jedoch eher nicht angebracht.
  4. Der Tannhäuser ist das vorletzte Bühnenwerk Wagners, das Wagner selbst noch als „Oper“ bezeichnete. Wagner fasste seine Opern ab Rheingold als Musikdramen auf. Grob gesagt, bestehen Opern im herkömmlichen Sinn aus einzelnen Nummern, also z.B. aus Arien und Rezitativen. Tristan und Isolde bezeichnete Wagner schlicht als „Handlung“, Parsifal als „Bühnenweihfestspiel“. Die Meistersinger haben gar keine Genre-Bezeichnung.

Lesen Sie hier das Libretto der Oper Tannhäuser!

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